Rote-Rüben-Chips und ein Plädoyer

Rote Rüben spalten die Gemüter. Tatsächlich, die meisten die ich kenne rümpfen bei der Erwähnung dieses Gemüses erst einmal die Nase. Wer sie nur gekocht und mit Unmengen Tafelessig versehen als eingemachten Salat kennt, dem kann ich das auch nicht verübeln. „Schmeckt nach Erde.“ meinte ein Freund einmal. Pfht!
Wenn ihr auch so denkt, so habe ich vier Einwände
1) Rote Rüben sind so hübsch!
2) Die Farbe!!! Ob roh oder gekocht, alles wird von hellrosa über knallpink bis dunkeltieflila – selbst das Abwaschwasser nach dem Kochen macht da noch Freude.
3) Sie sind unheimlich vielseitig – von nordeuropäischer bis orientalischer Küche.
4) Rote Rüben Chips!

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Lasst mich den letzten Punkt etwas ausführen: Nachdem ich vor ein paar Jahren einmal gefühlte zehn Kilo kopfgroße Rote Rüben geschenkt bekommen habe, musste ich meine drölfzig Kochbücher und die Mappen mit den Kochillustriertenschnipseln nach entsprechenden Rezepten durchforsten und die gefunden Rezepte natürlich alle testen. Nach diesem Herbst waren alle Kochutensilien rosa, ich habe entdeckt dass Borschtsch nicht wirklich mein Fall ist und mein Umfeld hat mich nach der Zubereitung von Rote-Rüben-Schoko-Eis für sehr seltsam gehalten.
Im nächsten Jahr habe ich eine Rote-Rüben-Pause eingelegt.
Im übernächsten Jahr hat es mich nach drei Gerichten aus meiner Testreihe gelüstet: Rote-Rüben-Ravioli. Roher Rote-Rüben-Salat. Rote-Rüben-Chips.
Fast forward zu diesem Jahr: Ich habe einen Garten. Ich hatte sehr viele Rote Rüben. Ich habe alle bis auf zwei roh als Salat gegessen. Ich habe die vorletzte Rote Rübe zu diesen Chips verarbeitet. Und weil das so einfach und so unverschämt lecker ging, möchte ich das gerne mit euch teilen.

Das Rezept ist aus dem wunderbaren Buch Snackistan von Sally Butcher, also dafür kann ich keinen Credit nehmen. Holt euch das Buch wenn euch die Chips schmecken, da warten noch viele andere wunderbare Snack-Rezepte auf euch. Ich habe lediglich die Mengen der Gewürze etwas hochgeschraubt, da wir es sehr würzig mögen. Im Buch wird die gleiche Menge an Gewürzen für 2 rote Rüben vorgeschlagen. Tastet euch einfach langsam ran!

1 Rote Rübe
1 TL gemahlener Ingwer
1 TL Garam Masala
1/2 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
Olivenöl
Zitronensaft nach Bedarf

Joghurt zum Dippen

Die rote Rübe waschen und roh in dünne Scheiben hobeln. Die Gewürze mit dem Öl vermischen und die Scheiben damit einreiben. Auf einem Backblech auflegen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C backen bis sie gar sind.

Die Zubereitung habe ich beim ersten Versuch im Dörrautomaten versucht, aus dem Ofen schmeckt es mir persönlich aber viel besser. Nur Achtung dass die leckeren Scheiben nicht verbrennen, am Besten gut im Blick behalten. Bei mir dauert das Ganze um die 15 Minuten. Wenn ihr es etwas knuspriger haben wollt dann könnt ihr dabei die Backofentür leicht geöffnet halten (einfach einen Kochlöffel in die Ofentür klemmen).

Nach dem Backen verschwinden die Dinger unverschämt schnell, vor allem mit einem fetten, milden Joghurt mit 10% Fett. Mindestens 10%. Also beeilt euch 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen, passt auf euch auf und bis bald!

 

 

 

 

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