Quittenkonfekt | Quittenkäse | Süßkram

Jährlich schließen die Quitten die Einkochsaison ab und werden dementsprechend zelebriert. Der Quittenkäse hat nichts mit Käse zu tun und kann auch Quittenkonfekt genannt werden. Es sind picksüße, klebrige Würfel von denen ich nicht aufhören kann zu naschen und die perfekt zu einer dampfenden Tasse Tee an einem nebligen Herbsttag passen.DSC_0869So sehr mich die Herstellung Nerven kostet, mindestens so viel macht der Konsum dann wieder wett, wenn ich eingekuschelt auf dem Sofa sitze und die kleinen Würfelchen nasche.

Ihr benötigt dazu nur drei Zutaten, und zwar Quittenmus, gleich viel Kristallzucker wie ihr Quittenmus habt und Gewürze nach eurer Wahl (vor allem Nelken, Pfeffer und alles was in die weihnachtliche Richtung geht passt m.E. gut.)

Für die Herstellung benötigt ihr vorerst ungesüßtes, passiertes Quittenmus. Bei mir bleibt das immer als Rückstand in der Produktion von Quittengelee an, wenn ihr das aber nicht (einkochen) mögt könnt ihr auch rohe Quitten schälen und entkernen und das in Stücke geschnittene Fruchtfleisch zerkochen lassen.
Dieses wird nun mit der gleichen Menge Kristallzucker vermischt und – jetzt kommt der mühsame Teil – über mittlerer Hitze gerührt. Und gerührt. Und gerührt. Möchte man der ob der ungewohnten Beanspruchung leicht erschöpften Armmuskulatur nämlich einmal eine Pause gönnen, ploppt und zischt die brennheiße Masse sofort durch die Küche. Bei je 1 kg Quittenmus und Zucker rühre ich eine gute Stunde.
Ist die Masse zu Beginn noch blassgelb und leicht flüssig, so sollte sie sich in dieser Zeit durch das Karamellisieren des Zuckers zu einem satten Bernstein-Ton verfärben. In sämtlichen alten Rezepten steht, dass man rühren soll bis der Kochlöffel Spuren hinterlässt, allerdings ist die Farbe in meinen Augen der bessere Maßstab, denn zumindest heuer hat mein Kochlöffel von Anfang an Spuren hinterlassen – fertig war die Masse aber noch lange nicht.
Wenn durch das Rühren die richtige Farbe erreicht ist könnt ihr eure Gewürze hinzufügen (ich verwende für die „klassische Edition“ gerne Piment, Pfeffer und bisschen Nelken und Zimt). Anschließend wird die Masse etwa 1,5 cm dick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gestrichen und etwa 2 Tage bei Zimmertemperatur trocknen gelassen.
Alternativ könnt ihr die Masse auch gleich in kleine Silikonförmchen füllen, dann erspart ihr euch das Schneiden anschließend.
Nachdem der Quittenkäse ausreichend getrocknet ist, schneidet man ihn mit einem scharfen Messer in Stücke der gewünschten Form und Größe und wälzt diese anschließend in einer Mischung aus Speisestärke und Staubzucker.

DSC_0882

 

Aufbewahrt werden die Würfelchen bei mir zwischen Lagen von Butterbrotpapier in Keksdosen und in der kühlen Vorratskammer. Wenn sie bis Weihnachten noch da sind, dann werden sie verschenkt, haltbar wären sie auf jeden Fall so lange…

Ich hoffe ich habe euch mit dem Jammern über den Arbeitsaufwand nicht zu sehr abgeschreckt, das Ergebnis lohnt sich nämlich wirklich!
Bis bald und passt auf euch auf.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s